Nachhaltigkeit ist längst zum Verkaufsargument geworden. Unternehmen werben mit klimaneutralen Produkten, grünen Lieferketten und verantwortungsvollem Handeln. Doch was steckt dahinter? Wann handelt es sich um glaubwürdige Transformation – und wann um Greenwashing? Der Vortrag gibt Orientierung in einem unübersichtlichen Feld: Er zeigt typische Strategien des Greenwashings, erklärt, woran Verbraucherinnen und Bürgerinnen problematische Versprechen erkennen können, und fragt zugleich, welche politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen echten Wandel ermöglichen.
Unsere Smartphones, E-Autos, Kleidung und Alltagsprodukte haben oft eine lange Vorgeschichte. Rohstoffe werden weltweit abgebaut, verarbeitet und transportiert – häufig unter Bedingungen, die mit Umweltzerstörung, Ausbeutung oder Menschenrechtsverletzungen verbunden sind. Gleichzeitig sind viele dieser Rohstoffe zentral für die Energie- und Mobilitätswende. Der Vortrag wirft einen kritischen Blick auf globale Lieferketten: Wer trägt Verantwortung? Was leisten Lieferkettengesetze? Und wie lässt sich nachhaltige Transformation gestalten, ohne neue Abhängigkeiten und Ungerechtigkeiten zu schaffen?
Was unterscheidet das Aufwachsen in einer Diktatur von dem in einer Demokratie? Was passierte, wenn Jugendliche in der DDR mit dem System in Konflikt gerieten? Gemeinsam gehen wir der Frage nach, was junge Menschen damals geprägt hat und was sie heute beschäftigt, wo Erfahrungen vergleichbar und wo Unterschiede entscheidend sind. Die Veranstaltung lädt dazu ein, Generationen ins Gespräch zu bringen und über das Leben von jungen Menschen in Umbruchszeiten nachzudenken. Gesprächsgast 1: Lisa Trebs, Gesprächsgast 2: Tim Eisenhohr, Moderation: Miraim Menzel. Kooperationspartner: Deutscher Volkshochschul-Verband (DVV), Bundesarbeitskreis Politische Grundbildung (BAK PGU) in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Geld arbeitet – auch für oder gegen den Klimaschutz. Banken, Versicherungen, Investmentfonds und Pensionskassen entscheiden mit darüber, welche Branchen wachsen, welche Projekte finanziert werden und wie schnell sich Wirtschaft verändert. Doch wie groß ist ihr Einfluss tatsächlich? Und was bedeutet „nachhaltige Geldanlage“ jenseits schöner Werbeversprechen? Der Vortrag erklärt verständlich, wie Finanzströme mit Klimapolitik zusammenhängen, welche Rolle Banken und Fonds bei der Transformation spielen und warum die Frage, wohin Kapital fließt, eine der zentralen Zukunftsfragen ist.
Nachhaltige Politik braucht Akzeptanz, Konfliktfähigkeit und Beteiligung. Gerade beim Klimaschutz zeigt sich: Politische Entscheidungen werden nur dann dauerhaft tragfähig, wenn Menschen verstehen, mitreden und mitgestalten können. Doch welche Formen der Bürgerbeteiligung funktionieren tatsächlich? Wo liegen Chancen, wo Grenzen? Der Vortrag stellt Beteiligungsformate wie Bürger*innenräte, lokale Zukunftswerkstätten oder Beteiligungsprozesse in Kommunen vor und fragt, wie demokratische Mitsprache dazu beitragen kann, nachhaltige Politik gerechter und wirksamer zu machen.
