Das persische Großreich der Achämeniden war unter ihren Großkönigen Kyros, Dareios und Xerxes nicht nur der legendäre Widersacher der griechischen Welt, sondern auch ein kulturell ebenbürtiger „Player“ der Antike. Als sein Eroberer trat Alexander d. Gr. in die Fußstapfen der Großkönige ...
Im dritten Teil der Online-Reihe geht es um "Jungsein in Demokratie & Diktatur". Der Zugangscode zu dem Online-Vortrag wird den Teilnehmenden nach der Anmeldung von der VHS Schwäbisch Hall zugesandt.
Was unterscheidet das Aufwachsen in einer Diktatur von dem in einer Demokratie? Was passierte, wenn Jugendliche in der DDR mit dem System in Konflikt gerieten? Gemeinsam gehen wir der Frage nach, was junge Menschen damals geprägt hat und was sie heute beschäftigt, wo Erfahrungen vergleichbar und wo Unterschiede entscheidend sind. Die Veranstaltung lädt dazu ein, Generationen ins Gespräch zu bringen und über das Leben von jungen Menschen in Umbruchszeiten nachzudenken. Gesprächsgast 1: Lisa Trebs, Gesprächsgast 2: Tim Eisenhohr, Moderation: Miraim Menzel. Kooperationspartner: Deutscher Volkshochschul-Verband (DVV), Bundesarbeitskreis Politische Grundbildung (BAK PGU) in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Welche Verbindungen hatten württembergische Städte mit den deutschen Kolonien? Aus welchen Gründen und mit welchen Mitteln engagierten sich lokale Eliten für eine Ausweitung der deutschen Kolonialpolitik im wilhelminischen Kaiserreich? Der Vortrag geht diesen Fragen jenseits der großen Metropolen nach und nimmt dafür Heilbronn und Reutlingen um 1900 vergleichend in den Fokus. Er verknüpft damit regionale, städtische und württembergische Perspektiven mit den kolonialen Ambitionen des deutschen Kaiserreiches. Clemens Eberlein hat Geschichtswissenschaft an den Universitäten Tübingen, Aix-en-Provence und Glasgow studiert und befindet sich in der Endphase seines Masters. Er forscht mit postkolonialen Ansätzen zu globaler Wissensproduktion und -verarbeitung ab der Frühen Neuzeit. In Kooperation mit dem Geschichtsverein Reutlingen. Ergänzend ist ein Rundgang zum Thema in Reutlingen mit dem Entwicklungspädagogischen Zentrum (epiz) geplant. Bitte beachten Sie dazu unseren Newsletter und Pressmeldungen.
Die Epoche der Kreuzzüge ins Heilige Land war zwar vorbei, dennoch zog es weiterhin vor allem Adelige des christlichen Abendlandes zum „Heiligen Grab“ nach Jerusalem. Diese Reisen mussten nun jedoch häufig inkognito stattfinden, um keinen Argwohn bei der muslimischen Bevölkerung zu erregen – mitunter mit gefährlichen Folgen wie Kampf, Entführung oder Geiselnahme. Aber auch einfache Menschen pilgerten im 15. Jahrhundert verstärkt. Sie zog es vor allem nach Rom und nach Santiago de Compostela. Zudem entstanden im gesamten Deutschen Reich neue Pilgerorte, die sich großer Beliebtheit erfreuten, denn die Vergebung der eigenen Sünden war ein zentrales Anliegen der Menschen jener Zeit. Mittelalterliche Pilgerberichte erlauben uns dabei persönliche Einblicke in die Motive und Hoffnungen dieser religiösen Wanderer.
Demokratien sind so unterschiedlich wie die Kulturen, in denen sie entstanden sind. Zur Überraschung vieler gibt es keine universelle "Formel" für Demokratie. Sie unterscheiden sich in zahlreichen Merkmalen, von der Art der Wahlen bis hin zu den Mechanismen der Entscheidungsfindung. Die einzige Gemeinsamkeit: Das Volk hat – auf die eine oder andere Weise – die Möglichkeit, seine Regierung zu wählen. Doch wie das geschieht, variiert erheblich. In einigen Staaten wählt das Volk seine Regierung direkt, in anderen indirekt über Parlamente oder Wahlmännergremien. Während in manchen Ländern ausschließlich Parlamentarier gewählt werden, können in anderen auch Regierungschefs direkt durch die Bevölkerung bestimmt werden. Welche Vor- und Nachteile bringen diese unterschiedlichen Systeme mit sich? Und wie wirken sie sich auf die politischen Prozesse aus? Wir tauchen in das spannende demokratische "Wirrwarr" ein und analysieren die verschiedenen Formen von Demokratie - von parlamentarischen bis präsidialen Systemen.
Die Seleukiden „beerbten“ den orientalischen Teil des Alexanderreichs. Die nachfolgenden Parther und erst recht das sassanidische Perserreich bremsten nicht nur die Expansion des Imperium Romanum, sondern demütigten es sogar ...
Anime und Manga begeistern Menschen auf der ganzen Welt – aber warum eigentlich? Die Charaktere, Erzählweisen und Bildwelten spiegeln eine ganz eigene japanische Sicht auf die Welt wider. Für viele außerhalb Japans wirkt diese Perspektive ungewohnt, poetisch und tiefgründig – und genau das macht sie so faszinierend. In diesem Vortrag werfen wir einen Blick auf die japanische Weltanschauung: Welche Werte, Denkweisen und Gefühle prägen die japanische Erzählkultur? Wie zeigt sich das in Anime und Manga – insbesondere in den Werken von Studio Ghibli wie Prinzessin Mononoke, Chihiros Reise ins Zauberland oder Nausicaä aus dem Tal der Winde? Mit vielen Beispielen und spannenden Einblicken entdecken wir, wie kulturelle Vorstellungen in visuelle Geschichten verwandelt werden – und warum sie weltweit so viele Menschen berühren. Keine Japanischkenntnisse erforderlich. Ideal für Anime- und Manga-Fans, Kulturinteressierte und alle, die Japan auf einer tieferen Ebene verstehen möchten.
Der Bogen wird geschlagen von der legendären Stadtgründung Roms bis ins 3. Jahrhundert, als Germanenstämme und das wiedererstarkende Perserreich an der Ausdehnung des Imperium Romanum nagen.
Konrad Adenauer war der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Er hat viele Bereiche der heutigen Republik geprägt - sei es die Einführung der Sozialen Marktwirtschaft oder die Westintegration Deutschlands mit der damit verbundenen Aufstellung der Bundeswehr. Seine politische Karriere begann bereits in der Kaiserzeit: Seit 1917 war er Oberbürgermeister von Köln, bis ihn 1933 die Nationalsozialisten aus dem Amt und der Politik drängten.
Im Zeitalter des Hellenismus setzt eine von den Römern dann weiterentwickelte regelmäßige und tendenziell einheitliche Stadtplanung bei Neugründungen ein, die z. B. Gesamtentwurf, allgemeine Infrastruktur und die Positionierung zentraler Bauten erfasst. Noch heute lassen sich deutliche Spuren davon erkennen, z. B. im Stadtplan von Florenz ...
Willy Brandt war Vorsitzender der SPD, Regierender Bürgermeister von West-Berlin, Außenminister und schließlich Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Mit seiner Neuen Ostpolitik leitete er einen grundlegenden Wandel in der deutschen Außenpolitik ein. Ziel war es, das Verhältnis zwischen Ost und West zu verbessern – insbesondere die Beziehungen zwischen den Menschen in Ost- und Westdeutschland. Sein Kniefall am Ehrenmal für die Opfer des Warschauer Ghettos ist bis heute ein symbolträchtiger Moment der deutschen Erinnerungskultur.
Die Völkerschlacht bei Leipzig fand vom 16. bis 19. Oktober 1813 statt. Bis zu diesem Zeitpunkt war es die größte Schlacht, die je auf deutschem Boden stattgefunden hatte. Schätzungsweise bis zu 600.000 Soldaten nahmen an den Kämpfen teil, von denen etwa 90.000 verwundet oder getötet wurden. Es war ein Kampf der europäischen Mächte gegen den französischen Kaiser Napoleon, der bereits im Jahr zuvor bei seinem Russlandfeldzug eine schwere Niederlage erlitten hatte. Mit der Schlacht bei Leipzig versuchten die europäischen Staaten, die napoleonische Vorherrschaft endgültig abzuschütteln. Vor allem die deutschen Fürsten versprachen ihren Völkern, nach einem Sieg ein neues Deutsches Reich zu begründen. Unter diesem Versprechen meldeten sich viele Männer freiwillig zum Kriegsdienst und kämpften auch für die Idee eines geeinten Deutschlands.
Helmut Schmidt übernahm als fünfter Bundeskanzler der Bundesrepublik 1974 die Regierungsgeschäfte von seinem Parteifreund (?) Willy Brandt, als dieser wegen der Guillaume-Affäre zurückgetreten war. In seiner Kanzlerschaft musste er sich vielfältigen innen- und außenpolitischen Problemen stellen wie dem Terrorismus der RAF oder dem NATO-Doppelbeschluss. Tatkraft hatte er bereits bei der Sturmflut im Hamburg 1962 bewiesen. Seine Regierungszeit endete 1982 mit einem konstruktiven Misstrauensvotum. Nach seiner politischen Laufbahn meldete er sich immer wieder im politischen Diskurs zu Wort und blieb auch dadurch im Bewusstsein der Bundesbürger.
Der I. Weltkrieg fordert nicht nur von den Deutschen Bürgern ein großes Umdenken, sondern auch von der Wirtschaft. War die Wirtschaft bisher auf mehr oder weniger durchlässige Grenzen angewiesen und natürlich auf den Import von Grundstoffen, so muss man mit Beginn des Krieges völlig umdenken. Die Grenzen werden undurchlässig und der Überseehandel ist so gut wie unmöglich geworden. Die Rüstungsindustrie jedoch ist auf Grundstoffe aller Art angewiesen, also was tun? Der Vortrag soll einen Einblick geben, welche unterschiedlichen Belastungen die Staatswirtschaft im Kaiserreich während des I. Weltkriegs meistern musste und wer welchen? „Preis'' dafür zu zahlen hatte. Wir reichen Wein und Knabbereien.
Diokletian leitete Reformen ein, durch die das Römische Reich die Krise(n) des 3. Jhs. fürs Erste überwand, die Zeit der war Geschichte. Wichtige Verwaltungsreformen wurden durchgesetzt, darunter eine umfangreiche Reform des Provinzialwesens. Diokletian führte zur Krisenbewältigung dabei auch das Herrschaftsmodell der Tetrarchie (Vier-Herrschaft) ein, das die Entwicklung des Reichs im 4. Jh. prägte, obwohl diese Struktur sehr schnell zerfiel.
Geht es Ihnen auch so? Da passiert etwas Unvorhergesehenes in der Politik, die Medien überschlagen sich mit Meldungen, aber wirkliche Informationen, Hintergründe etc. erfahren Sie nicht oder nur nach reiflicher Recherche. Auch die vhs Heilbronn kann zumeist erst im folgenden Semesterprogramm darauf reagieren. Deshalb bietet sie nun Vorträge zu aktuellen nationalen wie internationalen politischen Ereignissen an. Die Themen werden kurzfristig bekannt gegeben.
Jahrhundertelang verbunden mit Konstantinopel, verselbständigte sich die Dogen-geführte Seerepublik mehr und mehr - um im Mittelalter und der Frühen Neuzeit zur kulturellen Dominante des christlichen Ostmittelmeerraums zu werden. Der Historiker Matthias Hofmann beleuchtet diesen Aufstieg sowie den engen Zusammenhang zwischen der geografischen Lage und dem Erfolg der Serenissima. Im Fokus steht die Frage, wie Lagune und Meer einerseits den Reichtum und die Macht der Republik begründeten und andererseits heute die Existenz der Stadt bedrohen. Die Veranstaltung vermittelt historische Zusammenhänge und analysiert die ökologischen sowie gesellschaftlichen Herausforderungen einer Stadt im Wandel.
Aktuelle politische Krisen legen nahe, dass das Völkerrecht an Wirksamkeit verliert und militärische Macht zunehmend über diplomatische Regeln triumphiert. Im Zentrum dieser Entwicklung stehen Akteure wie Russland, die USA, China, Israel und die Türkei. Es gilt zu verstehen, wie diese Staaten militärische Überlegenheit mit einer strategischen Akzeptanz innerhalb der internationalen Staatengemeinschaft kombinieren, um globale Tatsachen zu schaffen. Der Historiker und Orientalist Matthias Hofmann analysiert die Grundlagen dieser Machtverhältnisse und hinterfragt die aktuelle Funktionsfähigkeit internationaler Rechtsnormen.
Aktuelle nationale und internationale politische Ereignisse entwickeln sich oft schneller, als es reguläre Programmplanungen erlauben. In einer Zeit, in der Nachrichtenmeldungen schnell aufeinandertreffen, bedarf es einer fundierten Einordnung, um komplexe Hintergründe und Zusammenhänge zu verstehen. Dieser Vortrag bietet einen Raum für die schnelle Analyse und wissenschaftliche Aufarbeitung aktueller politischer Geschehnisse. Im Zentrum steht die Vermittlung von Kontextwissen, das über die reine Berichterstattung hinausgeht und eine fundierte Meinungsbildung ermöglicht. Der Historiker und Orientalist Matthias Hofmann analysiert die Ereignisse aus einer fachwissenschaftlichen Perspektive und setzt sie in historische sowie gesellschaftliche Bezüge. So entsteht eine Orientierungshilfe in einer dynamischen globalen Lage. Die konkreten Themen werden kurzfristig bekannt gegeben.
