Er war eine prägende Persönlichkeit der deutschen Nachkriegspolitik: Willy Brandt war Vorsitzender der SPD, Regierender Bürgermeister von West-Berlin, Außenminister und schließlich Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Mit seiner Neuen Ostpolitik leitete er einen grundlegenden Wandel in der deutschen Außenpolitik ein. Ziel war es, das Verhältnis zwischen Ost und West zu verbessern – insbesondere die Beziehungen zwischen den Menschen in Ost- und Westdeutschland. Sein Kniefall am Ehrenmal für die Opfer des Warschauer Ghettos ist bis heute ein symbolträchtiger Moment der deutschen Erinnerungskultur.
Schon vor einigen Jahrzehnten wunderte sich ein Softwareentwickler, was den Menschen denn so den Kopf vernebelt, dass sie glaubten, Computer würden keine Fehler machen. Heute sind wir mit den „Halluzinationen“, „Lügen“ - also den Fehlern großer Sprachmodelle wie ChatGPT - konfrontiert. Trotzdem vertrauen viele Menschen den Aussagen der KI und überprüfen die Ergebnisse nicht. Der Vortrag widmet sich der Geschichte maschineller und menschlicher Fehler. Er diskutiert die Hartnäckigkeit des Maschinenglaubens, das Stereotyp vom fehlerhaften Menschen sowie die Zunahme technologischer Fehler in den letzten Dekaden, um schließlich zu thematisieren, warum wir eine „Error Literacy“ brauchen. Martina Heßler ist Professorin für Technikgeschichte an der TU Darmstadt. Sie beschäftigt sich mit der Geschichte von Mensch-Maschinen-Verhältnissen, mit Technikemotionen und technologischen Fehlern. Martina Heßler ist Mitglied von acatech. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.
Ist Grüner Wasserstoff die Zukunft oder nur ein klimapolitisches Schlagwort? Im Vortrag von Ralf Roschlau lernen Sie die verschiedenen „Farben“ des Wasserstoffs und deren Herstellungsverfahren kennen. Anhand anschaulicher Beispiele werden technische, wirtschaftliche und politische Aspekte erläutert. Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis über Chancen und Grenzen des Grünen Wasserstoffs zu vermitteln. Die anschließende Diskussionsrunde beantwortet offene Fragen.
Geht es Ihnen auch so? Da passiert etwas Unvorhergesehenes in der Politik, die Medien überschlagen sich mit Meldungen, aber wirkliche Informationen, Hintergründe etc. erfahren Sie nicht oder nur nach reiflicher Recherche. Auch die vhs Heilbronn kann zumeist erst im folgenden Semesterprogramm darauf reagieren. Deshalb bietet sie nun Vorträge zu aktuellen nationalen wie internationalen politischen Ereignissen an. Die Themen werden kurzfristig bekannt gegeben.
Vor 250 Jahren entstand mit den Vereinigten Staaten eine Nation, die Politik, Wirtschaft und Kultur weltweit prägen sollte. Der Vortrag zeichnet die wichtigsten Stationen der amerikanischen Geschichte nach – von der Unabhängigkeit über gesellschaftliche Umbrüche bis zur Rolle der USA als globale Macht. Zugleich richtet er den Blick auf die aktuelle politische Situation und fragt nach Herausforderungen und Perspektiven für die Zukunft.
Lange ging die historische Forschung von der These aus, indigene Hochkulturen hätte es vor der Ankunft der Europäer ausschließlich in Süd- und Mittelamerika gegeben. Demgegenüber seien nördlich des Rio Grande nur nomadisierende Sammler- und Jägerkulturen vorzufinden gewesen. Seit den 1990er Jahren hat die archäologische Forschung dieses einseitige und vorurteilsbeladene Bild gründlich revidiert. Nicht nur im Südwesten der heutigen USA fanden sich die Relikte fortgeschrittener Zivilisationen, die mit dem mesoamerikanischen Kulturraum eng verbunden gewesen waren, sondern auch östlich des Mississippi, wo zwischen 1050 und 1250 die Stadt Cahokia eine umfassende politische, militärische und religiöse Hegemonie ausübte. Diese erstreckte sich vom Mississippi bis an die Küste des Atlantiks und von den Großen Seen bis an den Golf von Mexiko. In diesem Vortrag soll die Geschichte von Aufstieg und Fall einer indianischen Großmacht vor Kolumbus nachgezeichnet werden. Michael Hochgeschwender lehrt Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Geht es Ihnen auch so? Da passiert etwas Unvorhergesehenes in der Politik, die Medien überschlagen sich mit Meldungen, aber wirkliche Informationen, Hintergründe etc. erfahren Sie nicht oder nur nach reiflicher Recherche. Auch die vhs Heilbronn kann zumeist erst im folgenden Semesterprogramm darauf reagieren. Deshalb bietet sie nun Vorträge zu aktuellen nationalen wie internationalen politischen Ereignissen an. Die Themen werden kurzfristig bekannt gegeben.
