Die Epoche der Kreuzzüge ins Heilige Land war zwar vorbei, dennoch zog es weiterhin vor allem Adelige des christlichen Abendlandes zum „Heiligen Grab“ nach Jerusalem. Diese Reisen mussten nun jedoch häufig inkognito stattfinden, um keinen Argwohn bei der muslimischen Bevölkerung zu erregen – mitunter mit gefährlichen Folgen wie Kampf, Entführung oder Geiselnahme. Aber auch einfache Menschen pilgerten im 15. Jahrhundert verstärkt. Sie zog es vor allem nach Rom und nach Santiago de Compostela. Zudem entstanden im gesamten Deutschen Reich neue Pilgerorte, die sich großer Beliebtheit erfreuten, denn die Vergebung der eigenen Sünden war ein zentrales Anliegen der Menschen jener Zeit. Mittelalterliche Pilgerberichte erlauben uns dabei persönliche Einblicke in die Motive und Hoffnungen dieser religiösen Wanderer.
Die Völkerschlacht bei Leipzig fand vom 16. bis 19. Oktober 1813 statt. Bis zu diesem Zeitpunkt war es die größte Schlacht, die je auf deutschem Boden stattgefunden hatte. Schätzungsweise bis zu 600.000 Soldaten nahmen an den Kämpfen teil, von denen etwa 90.000 verwundet oder getötet wurden. Es war ein Kampf der europäischen Mächte gegen den französischen Kaiser Napoleon, der bereits im Jahr zuvor bei seinem Russlandfeldzug eine schwere Niederlage erlitten hatte. Mit der Schlacht bei Leipzig versuchten die europäischen Staaten, die napoleonische Vorherrschaft endgültig abzuschütteln. Vor allem die deutschen Fürsten versprachen ihren Völkern, nach einem Sieg ein neues Deutsches Reich zu begründen. Unter diesem Versprechen meldeten sich viele Männer freiwillig zum Kriegsdienst und kämpften auch für die Idee eines geeinten Deutschlands.
Jahrhundertelang verbunden mit Konstantinopel, verselbständigte sich die Dogen-geführte Seerepublik mehr und mehr - um im Mittelalter und der Frühen Neuzeit zur kulturellen Dominante des christlichen Ostmittelmeerraums zu werden. Der Historiker Matthias Hofmann beleuchtet diesen Aufstieg sowie den engen Zusammenhang zwischen der geografischen Lage und dem Erfolg der Serenissima. Im Fokus steht die Frage, wie Lagune und Meer einerseits den Reichtum und die Macht der Republik begründeten und andererseits heute die Existenz der Stadt bedrohen. Die Veranstaltung vermittelt historische Zusammenhänge und analysiert die ökologischen sowie gesellschaftlichen Herausforderungen einer Stadt im Wandel.
